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Juni 26 – Zwei Kräne sind einer zu viel
Gemeinsam gehoben, gemeinsam gescheitert
Problemanalyse
- Ungeeignete Anschlagposition: Die Last wurde nicht ausgewogen am tatsächlichen Schwerpunkt angeschlagen. Dadurch gerät der Bagger bereits während des Anhebens in Schräglage.
- Fehlende geeignete Traverse: Ohne eine passend ausgelegte Traverse verlaufen die Anschlagmittel ungünstig und können die Last nicht ausreichend stabilisieren.
- Veränderte Lastverteilung beim Schwenken: Durch die Bewegung der Krane verschieben sich Kräfte und Anschlagwinkel. Die Belastung verteilt sich dadurch nicht mehr gleichmäßig auf beide Krane.
- Nicht synchronisierter Hub: Die Hubbewegungen werden nicht exakt aufeinander abgestimmt. Unterschiedliche Hubhöhen und Bewegungen führen zu zusätzlichen Pendel- und Kippkräften.
Best Practice
- Lastschwerpunkt vorab bestimmen: Gewicht, Schwerpunkt und geeignete Anschlagpunkte müssen vor dem Hub eindeutig ermittelt und in die Planung einbezogen werden.
- Passende Hebetechnik einsetzen: Eine ausreichend dimensionierte Traverse sowie geeignete und geprüfte Anschlagmittel sorgen für eine stabile Kraftverteilung.
- Hub zentral koordinieren: Beide Kranführer müssen nach einem abgestimmten Hebeplan und den eindeutigen Anweisungen einer verantwortlichen Person arbeiten.
- Lastverteilung während des gesamten Hubs kontrollieren: Schwenkbewegungen und Änderungen der Anschlagwinkel sind so auszuführen, dass keine einseitige oder unkontrollierte Belastung entsteht.
- Gefahrenbereich konsequent sichern: Der gesamte Hubbereich muss abgesperrt und von unbeteiligten Personen freigehalten werden. Unter oder unmittelbar neben der schwebenden Last darf sich niemand aufhalten.
Weiterführende Informationen und Literatur
Betreiben von Lastaufnahmemitteln und Anschlagmitteln im Hebezeugbetrieb (DGUV Regel 109-017):
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