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ATEX-Hebezeuge
Hebetechnik mit Ex-Schutz - ATEX-konforme Hebezeuge für sensible Zonen und explosionsgefährdete Bereiche
Häufig gestellte Fragen zum Thema ATEX Hebezeuge für Ex-Bereiche
Warum Explosionsschutz?
Der Explosionsschutz elektrischer und mechanischer Maschinen ist eine wichtige Vorsorgemaßnahme zur Sicherheit von Personen und von Produktions-, Lager- und Distributionseinrichtungen aller Art, wenn dort explosionsfähige Gemische aus brennbaren Gasen oder Stäuben und Luft entstehen können.
Was erreicht der Explosionsschutz?
Explosionsschutz kann bedeuten, die Entstehung von explosionsfähigem Gemisch grundsätzlich zu vermeiden. Explosionsschutz kann auch realisiert werden, indem mögliche Zündquellen wie erhöhte Temperatur und Funkenbildung durch entsprechende Dimensionierung und ständige Betriebsüberwachung von vornherein ausgeschlossen werden oder durch z. B. druckfeste Kapselung der Zündquelle die Umgebung vor möglichen Auswirkungen einer Explosion im Inneren geschützt wird.
Welche ATEX Ausführungen gibt es?
Ausführung BASIC
geeignet für Einsatz in Ex II 3 G IIB c T3 ( Zone 2 )
• Lastkette galvanisch verzinkt, Handkette aus Edelstahl
• Fahrwerke mit Puffern ausgerüstet
• Bremse mit Kühlkörper (nur für Baureihe Yalelift)
Ausführung MEDIUM
geeignet für Einsatz in Ex II 2 G IIB c T3 ( Zone 1 )
• Lastkette galvanisch verzinkt, Handkette aus Edelstahl
• Last- und Traghaken verkupfert
• Fahrwerk mit Puffern und Bronzelaufrollen ausgerüstet
• Bremse mit Kühlkörper (nur für Baureihe Yalelift)
Ausführung HIGH*
geeignet für Einsatz in Ex II 2 G IIC c T3 ( Zone 1 )
• Last- und Handkette aus Edelstahl
• Last- und Traghaken verkupfert
• Fahrwerk mit Puffern und Bronzelaufrollen ausgerüstet
• Bremse mit Kühlkörper (nur für Baureihe Yalelift)
• Ableitfähige Lenkrollen (nur Handgabelhubwagen)
*) Da bei der Ausführung HIGH Lastketten aus Edelstahl verwendet werden, ist eine Traglastreduzierung erforderlich. Die entsprechenden Werte können den Tabellen “Technische Daten” entnommen werden.
Ausführung SPECIAL
• für den Bergbau
Beispiele für Explosionsgefährdungen in verschiedenen Branchen
- Chemische Industrie
In der chemischen Industrie werden brennbare Gase, Flüssigkeiten und Feststoffe in vielfältigen Prozessen umgewandelt und verarbeitet. Bei diesen Prozessen können explosionsfähige Gemische entstehen. - Deponien
In Deponien können brennbare Deponiegase entstehen. Damit diese nicht unkontrolliert ausgasen und evtl. gezündet werden können, sind umfangreiche technische Maßnahmen notwendig. - Energieerzeugende Unternehmen
Aus stückigen, im Gemisch mit Luft nicht explosionsfähigen Kohlen können durch Förderung, Mahlung und Trocknung Kohlenstäube entstehen, die explosionsfähige Staub/Luft-Gemische bilden können. - Entsorgungsunternehmen
Bei der Abwasserbehandlung in Klärwerken können die entstehenden Faulgase explosionsfähige Gas/Luft-Gemische bilden. - Gasversorgungsunternehmen
Bei der Freisetzung von Erdgas durch Leckagen oder ähnlichem kann es zur Bildung von explosionsfähigen Gas/Luft-Gemischen kommen. - Metallverarbeitende Betriebe
Werden Formteile aus Metallen hergestellt, können bei der Oberflächenbehandlung (Schleifen) explosionsfähige Metallstäube entstehen. Dies ist insbesondere bei Leichtmetallen der Fall. Diese Metallstäube können in Abscheidern ein Explosionsrisiko hervorrufen. - Holzverarbeitende Industrie
Beim Bearbeiten von Werkstücken aus Holz fallen Holzstäube an. Diese können z. B. in Filtern oder Silos explosionsfähige Staub/Luft-Gemische bilden. - Lackierbetriebe
Beim Lackieren von Oberflächen mit Sprühpistolen entsteht in Spritzkabinen sog. Overspray. Dies kann, ebenso wie die freigesetzten Lösungsmitteldämpfe, mit Luft eine explosionsfähige Atmosphäre bilden. - Landwirtschaft
In einigen landwirtschaftlichen Betrieben werden Anlagen zur Gewinnung von Biogas betrieben. Tritt z. B. aufgrund von Leckagen Biogas aus, können explosionsfähige Biogas/Luft-Gemische entstehen. - Nahrungs- und Futtermittelindustrie
Bei Transport und Lagerung von Getreidekörnern, Zucker etc. können explosionsfähige Stäube entstehen. Werden diese abgesaugt und in Filtern abgeschieden, kann im Filter explosionsfähige Atmosphäre auftreten. - Pharmaindustrie
In der pharmazeutischen Produktion werden häufig Alkohole als Lösungsmittel eingesetzt. Außerdem können auch staubexplosionsfähige Wirk- und Hilfsstoffe eingesetzt werden. - Raffinerien
Die in Raffinerien gehandhabten Kohlenwasserstoffe sind alle brennbar und je nach Flammpunkt schon bei Umgebungstemperatur in der Lage, eine explosionsfähige Atmosphäre hervorzurufen. - Recyclingbetriebe
Bei der Aufbereitung von Recyclingmüll kann es zu Explosionsgefährdungen durch nicht restentleerte Dosen und andere Behältnisse mit brennbaren Gasen und/oder Flüssigkeiten oder durch Papier- oder Kunststoffstäube kommen.