ATEX Hebezeuge mit Ex-Schutz

Allgemeine Informationen zum Explosionsschutz

Warum Explosionsschutz?
Der Explosionsschutz elektrischer und mechanischer Maschinen ist eine wichtige Vorsorgemaßnahme zur Sicherheit von Personen und von Produktions-, Lager- und Distributionseinrichtungen aller Art, wenn dort explosionsfähige Gemische aus brennbaren Gasen oder Stäuben und Luft entstehen können.

Was erreicht der Explosionsschutz?
Explosionsschutz kann bedeuten, die Entstehung von explosionsfähigem Gemisch grundsätzlich zu vermeiden. Explosionsschutz kann auch realisiert werden, indem mögliche Zündquellen wie erhöhte Temperatur und Funkenbildung durch entsprechende Dimensionierung und ständige Betriebsüberwachung von vornherein ausgeschlossen werden oder durch z. B. druckfeste Kapselung der Zündquelle die Umgebung vor möglichen Auswirkungen einer Explosion im Inneren geschützt wird.

 


 

Stirnradflaschenzug mit
integriertem Roll- oder Haspelfahrwerk
Yalelift IT ATEX

Stirnradflaschenzug mit
integriertem Roll- oder Haspelfahrwerk
Yalelift LH ATEX

Handfahrwerke
HTP ATEX / HTG ATEX

Hebelzug – Allzweckgerät
UNOplus ATEX

ATEX Elektroseilwinde
BETA-EX

ATEX Seil-Rollenbock
mit verkupferter Drahtseilrolle
DSRBX S

Zahnstangenwandwinde
ex-geschützt
ZWW-EX

Edelstahl Handgabelhubwagen
HU 20-115 VATP ATEX

Beispiele für Explosionsgefährdungen in verschiedenen Branchen:

Chemische Industrie
In der chemischen Industrie werden brennbare Gase, Flüssigkeiten und Feststoffe in vielfältigen Prozessen umgewandelt und verarbeitet. Bei diesen Prozessen können explosionsfähige Gemische entstehen.

Deponien
In Deponien können brennbare Deponiegase entstehen. Damit diese nicht unkontrolliert ausgasen und evtl. gezündet werden können, sind umfangreiche technische Maßnahmen notwendig.

Energieerzeugende Unternehmen
Aus stückigen, im Gemisch mit Luft nicht explosionsfähigen Kohlen können durch Förderung, Mahlung und Trocknung Kohlenstäube entstehen, die explosionsfähige Staub/Luft-Gemische bilden können.

Entsorgungsunternehmen
Bei der Abwasserbehandlung in Klärwerken können die entstehenden Faulgase explosionsfähige Gas/Luft-Gemische bilden.

Gasversorgungsunternehmen
Bei der Freisetzung von Erdgas durch Leckagen oder ähnlichem kann es zur Bildung von explosionsfähigen Gas/Luft-Gemischen kommen.

Metallverarbeitende Betriebe
Werden Formteile aus Metallen hergestellt, können bei der Oberflächenbehandlung (Schleifen) explosionsfähige Metallstäube entstehen. Dies ist insbesondere bei Leichtmetallen der Fall. Diese Metallstäube können in Abscheidern ein Explosionsrisiko hervorrufen.

Holzverarbeitende Industrie
Beim Bearbeiten von Werkstücken aus Holz fallen Holzstäube an. Diese können z. B. in Filtern oder Silos explosionsfähige Staub/Luft-Gemische bilden.

Lackierbetriebe
Beim Lackieren von Oberflächen mit Sprühpistolen entsteht in Spritzkabinen sog. Overspray. Dies kann, ebenso wie die freigesetzten Lösungsmitteldämpfe, mit Luft eine explosionsfähige Atmosphäre bilden.

Landwirtschaft
In einigen landwirtschaftlichen Betrieben werden Anlagen zur Gewinnung von Biogas betrieben. Tritt z. B. aufgrund von Leckagen Biogas aus, können explosionsfähige Biogas/Luft-Gemische entstehen.

Nahrungs- und Futtermittelindustrie
Bei Transport und Lagerung von Getreidekörnern, Zucker etc. können explosionsfähige Stäube entstehen. Werden diese abgesaugt und in Filtern abgeschieden, kann im Filter explosionsfähige Atmosphäre auftreten.

Pharmaindustrie
In der pharmazeutischen Produktion werden häufig Alkohole als Lösungsmittel eingesetzt. Außerdem können auch staubexplosionsfähige Wirk- und Hilfsstoffe eingesetzt werden.

Raffinerien
Die in Raffinerien gehandhabten Kohlenwasserstoffe sind alle brennbar und je nach Flammpunkt schon bei Umgebungstemperatur in der Lage, eine explosionsfähige Atmosphäre hervorzurufen.

Recyclingbetriebe
Bei der Aufbereitung von Recyclingmüll kann es zu Explosionsgefährdungen durch nicht restentleerte Dosen und andere Behältnisse mit brennbaren Gasen und/oder Flüssigkeiten oder durch Papier- oder Kunststoffstäube kommen.

Explosionsgeschützte Hebezeuge | ATEX

Druckluftkettenzug
Serie CPA ATEX
Tragfähigkeit: 125 – 980 kg
Druckluftkettenzüge der Modelle CPA zeichnen sich durch hohe Belastbarkeit bei einer Vielzahl von industriellen Anwendungen aus. Das robuste Gehäuse ist durch sein geringes Gewicht einfach zu transportieren.

Druckluftkettenzug mit Traghaken oder integriertem Fahrwerk
Serie CPA ATEX

Tragfähigkeit: 2.000 – 10.000 kg
Das Modell CPA ist durch 100 % Einschaltdauer und unbegrenzte Schalthäufigkeit für schwere Einsätze geeignet. Es ist unempfindlich gegenüber Verschmutzung, Feuchtigkeit und aggressiven Medien von außen. Durch die klare Aufteilung der Bauelemente (3-Komponentenaufbau) ist eine einfache und kostengünstige Wartung gewährleistet.

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Stirnradflaschenzug mit Traghaken
Serie Yalelift 360 ATEX

Tragfähigkeit: 500 – 20.000 kg
Sowohl das Einsatzgebiet als auch die Einsatzbedingungen gehen weit über die eines klassischen Flaschenzuges hinaus. Auf Basis der EG-Richtlinie 94/9/EG wurde die Modellreihe für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen weiterentwickelt.

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Stirnradflaschenzug
Serie Yalelift YLITP-EX ATEX (mit integriertem Rollfahrwerk)
Serie Yalelift YLITG-EX ATEX (mit integriertem Haspelfahrwerk)

Tragfähigkeit: 500 – 20.000 kg
Die Kombination des Yalelift 360 mit einem sehr niedrig bauenden Handfahrwerk sorgt für mehr Einsatzflexibilität.

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Stirnradflaschenzug mit integriertem Roll- oder Haspelfahrwerk (kurze Bauart)
Serie Yalelift LH ATEX
Tragfähigkeit: 500 – 10.000 kg
Der Stirnradflaschenzug Modell Yalelift LH mit integriertem Handfahrwerk in kurzer Bauart ist die konsequente Weiterentwicklung des Yalelift IT. Überall wo es auf ein noch kleineres Baumaß ankommt, kommt der Yalelift LH zum Einsatz.

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Handfahrwerke
Serie HTP ATEX
Serie HTG ATEX

Tragfähigkeit 500 – 20.000 kg
Fahrwerke dienen dem genauen Positionieren und leichten Verfahren größerer Lasten in Verbindung mit einem Hand- oder Elektrohebezeug.

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Hebel- und Ratschenzug – Allzweckgerät
Serie UNOplus ATEX

Tragfähigkeit: 750 – 6.000 kg
Der Hebelzug UNOplus stellt die technische Weiterentwicklung des seit Jahren bewährten UNO dar. Das vielseitige Gerät zum Heben, Ziehen und Verzurren von Lasten zeichnet sich durch seine kompakte Bauweise und die robuste Stahlblech-Konstruktion aus. Das geringe Gewicht und die leichtgängige Kettenfreischaltung machen den UNOplus zu einem handlichen, vielseitig verwendbaren Gerät.

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Elektroseilwinde
Serie BETA-EX

Traglast: 320 – 7.500 daN
Seilwinden der Baureihe BETA-EX sind entsprechend der EU-Richtlinien 94/9/EG und MRL 2006/42/EG ausgeführt. Die Modelle sind überall dort einsetzbar, wo die Gefahr der Entzündung von explosiver Atmosphäre besteht (Gemisch aus Luft, Gasen, Dämpfen bzw. Staub/Luft-Gemische). Durch ein speziell zugeschnittenes Baukastensystem lässt sich die passende Winde für den jeweils individuellen Einsatzfall einfach zusammenstellen. Die BETA-EX zeichnet sich durch die hohe Fertigungsqualität auch in Verbindung mit zuverlässigen und standfesten Getriebemotoren aus.

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Rollenbock-EX für Drahtseilumlenkung, kugelgelagert, mit Erdungsschraube und verkupferter Drahtseilrolle
Serie DSRBX-S

Seilzuglast bei Umlenkung 90°: 700 bis 8.000 kg
Seilzuglast bei Umlenkung 180°: 500 bis 6.000 kg

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Handseilwinde mit Lastdruckbremse
Serie OMEGA-EX

Zugkraft: 630 und 1.000 daN
Die Handseilwinde OMEGA-EX ist eine absolute Neukonstruktion und wurde speziell für die hohen Sicherheitsanforderungen in explosionsgefährdeten Bereichen entwickelt. Sämtliche Einzelteile der OMEGA-EX sind energietechnisch so ausgelegt, dass eine unzulässige Erwärmung der Oberflächen, wirkungsvoll verhindert werden kann. Außerdem vermeiden die sorgfältig ausgewählten Materialien und die ausgefeilte Konstruktion der Seilwinde das Auftreten mechanisch erzeugter Funken, zum Beispiel durch Eindringen von Fremdmaterialien.

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Zahnstangenwandwinde
Typ ZWW-EX

Tragfähigkeit: 250 kg
Die Zahnstangenwandwinde eignet sich zum Heben, Senken, Ziehen und Drücken, zum horizontalen Verschieben, Abstützen, Verstellen oder Fixieren von schweren Bauteilen oder ganzen Geräten und Maschinen in explosionsgefährdeten Bereichen.

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Handgabelhubwagen in Edelstahlausführung
Typ HU 20-115 VATP ATEX 

Tragfähigkeit: 2.000 kg
Der Edelstahlhubwagen ist für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen (Zone 1 und 2) konzipiert. Klassifiziert mit der Schutzart gemäß ATEX II 2 GD c IIC T4.

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Technische Information der Ausführungen

Ausführung BASIC
geeignet für Einsatz in Ex II 3 G IIB c T3 ( Zone 2 )

• Lastkette galvanisch verzinkt, Handkette aus Edelstahl
• Fahrwerke mit Puffern ausgerüstet
• Bremse mit Kühlkörper (nur für Baureihe Yalelift)

 

Ausführung MEDIUM
geeignet für Einsatz in Ex II 2 G IIB c T3 ( Zone 1 )

• Lastkette galvanisch verzinkt, Handkette aus Edelstahl
• Last- und Traghaken verkupfert
• Fahrwerk mit Puffern und Bronzelaufrollen ausgerüstet
• Bremse mit Kühlkörper (nur für Baureihe Yalelift)

Ausführung HIGH*
geeignet für Einsatz in Ex II 2 G IIC c T3 ( Zone 1 )

• Last- und Handkette aus Edelstahl
• Last- und Traghaken verkupfert
• Fahrwerk mit Puffern und Bronzelaufrollen ausgerüstet
• Bremse mit Kühlkörper (nur für Baureihe Yalelift)
• Ableitfähige Lenkrollen (nur Handgabelhubwagen)

*) Da bei der Ausführung HIGH Lastketten aus Edelstahl verwendet werden, ist eine Traglastreduzierung erforderlich. Die entsprechenden Werte können den Tabellen “Technische Daten” entnommen werden.

 

Ausführung SPECIAL
• für den Bergbau